GMW 10: Lieder eines fahrenden Gesellen
| Werknummer(n) | GMW 10 |
|---|---|
| Werktitel | Lieder eines fahrenden Gesellen |
| Beteiligte Personen |
|
| Entstehungszeitraum | 1884–1893 |
Werkfassungen
| Titel | Lieder eines fahrenden Gesellen. Singstimme und Klavier |
|---|---|
| Entstehungszeitraum | 1884–1885 |
| Instrumentation |
B., P.
|
| Tonart | d-Moll |
|---|---|
| Tempo | Allegro |
| Takt | 4/8 |
| Textincipit | Wenn mein Schatz Hochzeit macht, Fröhliche Hochzeit macht, Hab’ ich meinen traurigen Tag! |
Notenincipit
| Tonart | D-Dur |
|---|---|
| Tempo | Gemächlich (nicht eilen) |
| Textincipit | Ging heut’ Morgen über’s Feld, Tau noch auf den Gräsern hing; Sprach zu mir der lust’ge Fink: |
Notenincipit
| Tonart | d-Moll |
|---|---|
| Tempo | Schnell und wild |
| Takt | 9/8 |
| Textincipit | Ich hab’ ein glühend Messer, Ein Messer in meiner Brust, O weh! Das schneid’t so tief |
Notenincipit
| Tonart | e-Moll |
|---|---|
| Tempo | Alla Marcia |
| Takt | 4/4 |
| Textincipit | Die zwei blauen Augen von meinem Schatz, Die haben mich in die weite Welt geschickt. Da mußt ich Abschied nehmen vom allerliebsten Platz! |
Notenincipit
| Titel | Lieder eines fahrenden Gesellen. Singstimme und Orchester |
|---|---|
| Entstehungszeitraum | 1891–1893 |
| Instrumentation |
Orchestra: 2 Fl., Picc., 2 Ob., 2 Eh., 2 Klar. in B, Bklar., 2 Fg., 4 Hr., 2 Trp., 3 Pos., Pk.,
Gr. Tr., Bck., Trgl., Glsp., T.-T., strings
|
| Tonart | d-Moll |
|---|---|
| Tempo | Schneller |
| Takt | 2/4 |
| Textincipit | Wenn mein Schatz Hochzeit macht, Fröhliche Hochzeit macht, Hab’ ich meinen traurigen Tag! |
Notenincipit
| Tonart | D-Dur |
|---|---|
| Tempo | In gemächlicher Bewegung |
| Textincipit | Ging heut’ Morgen über’s Feld, Tau noch auf den Gräsern hing; Sprach zu mir der lust’ge Fink: |
Notenincipit
| Tonart | d-Moll |
|---|---|
| Tempo | Stürmisch, wild |
| Takt | 9/8 |
| Textincipit | Ich hab’ ein glühend Messer, Ein Messer in meiner Brust, O weh! Das schneid’t so tief |
Notenincipit
| Tonart | e-Moll |
|---|---|
| Tempo | Mit geheimnissvoll schwermütigem Ausdruck. Ohne Sentimentalität |
| Takt | 4/4 |
| Textincipit | Die zwei blauen Augen von meinem Schatz, Die haben mich in die weite Welt geschickt. Da mußt ich Abschied nehmen vom allerliebsten Platz! |
Notenincipit
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Entstehung
Die Fassung für Singstimme und Klavier ist mit „Klavierauszug“ betitelt, was lange
Zeit zu der Annahme führte, dass dieser eine Fassung für Orchester vorausgegangen
sei. Allerdings ist wahrscheinlicher, dass Mahler ca. 1884/85 zunächst die Klavierkomposition
anfertigte (er spricht 1885 von sechs Liedern, von denen er zwei allerdings nicht
vertonte oder die Lieder nicht in den Zyklus aufnahm) und sich erst Anfang der 1890er
Jahre der Orchestrierung zuwandte. Auch hier ist nicht gesichert, wann genau Mahler
mit der Arbeit an der Fassung für Singstimme und Orchester beginnt, die „nach 1891
und wahrscheinlich bereits 1892/93 abgeschlossene“ autographe Partitur gilt als erste
Orchestrierung. Bis zur Drucklegung 1897 folgten noch weitere Überarbeitungen dieser
Fassung. In seiner Symphonie Nr. 1 (GMW11) verwendet Mahler das Thema des 2. Liedes,
„Ging heut’ morgen über’s Feld“ als Hauptthema des 1. Satzes und die 3. Strophe des
4. Liedes „Die zwei blauen Augen“ für das Trio des 3. Satzes. Die Gedichte, die dem
Text der Lieder zugrunde liegen, verfasste Gustav Mahler selbst.
Details
| Jahr | Datum | Beschreibung |
|---|---|---|
| 1884–1885 | 1884–1885 | Mahler verfasst Gedichte, inspiriert von seiner unerwiderten Liebe zu der Sopranistin Johanna Richter. Diese vertont er in einer Fassung für Singstimme und Klavier. |
| 1884 | 15. Dezember 1884 | Auf dieses Datum ist der Text von „Die zwei blauen Augen“ datiert. |
| 19. Dezember 1884 | Auf dieses Datum ist der Text von „Ich hab’ ein glühend’ Messer“ datiert. | |
| 1885 | 1. Januar 1885 | Mahler berichtet in einem Brief davon, dass er einen Liederzyklus aus sechs Liedern „geschrieben“ hat, vermutlich handelte es sich zu diesem Zeitpunkt tatsächlich nur um den Text. Zur Thematik schreibt er: „Die Lieder sind so zusammengedacht, als ob ein fahrender Gesell, der ein Schicksal gehabt, nun in die Welt hinauszieht, und so vor sich hin wandert.“ (GMB 1982, 35) |
| 1891–1893 | 1891–1893 | Mahler fertigt die 1. Fassung für Singstimme und Orchester an. |
| 1896 | 16. März 1896 | Uraufführung in Berlin mit den Berliner Philharmonikern und Anton Sistermans, unter der Leitung Mahlers. |
| 1897 | 1897 | Erstdruck der Fassung für Singstimme und Orchester (GMW10-DP-Ea) und der Fassung für Singstimme und Klavier (GMW10-DP-Ea), fälschlicherweise mit der Datierung „Dezember 1883“. |
| 1905 | 9. November 1905 | Welte-Mignon Aufnahme des 2. Liedes „Ging heut’ morgen über’s Feld“; Mahler spielt Klavier. |
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Quellen
Quellenkonkordanz
Aufführungen
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Diskographie
Gesamtdauer-Vergleich
Gesamtdauer je Aufnahme (Y) nach Jahr (X)
Y-Skala:
Satzdauer-Vergleich
Dauer je Segment (I–V)
Y-Skala:
|
–Literatur
Empfohlene Zitierweise
Gustav Mahler: Lieder eines fahrenden Gesellen (GMW 10) [Werkdatensatz], in: Forschungsplattform mahler-online, letzte inhaltliche Änderung am 30.01.2024.





